Moderne Kunst - alles für den A...?

Deutscher Text

Hintern, Poppos und erst recht Ärsche sind nicht das Wesentliche...

Schon alleine das Wort Arsch ist ein Genrebild - meist negativ behaftet. Oft sarkastisch und ironisch in unserem Sprachgebrauch benutzt.

In der Kunst und besonders in der Malerei hat und hatte der Hintern schon immer eine bedeutsame Schlüsselrolle. Dessen Ansicht zugleich die Scham verbarg und doch die Nacktheit komplett zur Schau stellte.
Psychologisch übersetzt: die Brüste der Frau simulierend ohne sie zu zeigen - gleichzeitig die Nähe zum Fortpflanzungsorgan der Frau verhüllend.

Gleichwohl interessant ist der sprachliche Gebrauch - oft steht hier der Hintern sowohl im positiven wie eben auch gleichzeitig im negativen Kontext - er ist Subjekt einer Vielzahl von Ausdrücken und Redewendungen, die jeder kennt , man muss sie nicht aufschreiben. Positive Beschreibungen stehen im krassen Gegensatz zu den Schimpfausdrücken, Ausdrücke des Missfallens, der Herabsetzung, schlichten Aussagen oder schlimmeres.
Goldener Loeffel im Hintern, Busen, busenpoppo, brust oder hintern, brüstchen
geld im Arsch, Geld in Hintern stecken, Goldener Loeffel im Hintern, Busen, busenpoppo, brust oder hintern, brüstchen

So ganz eröffnet sich daher nicht wie es sein kann dass ein Körperteil derartige Ambivalenzen hervorruft. Vielleicht wegen eben dem biologischen und psychologischen Nebeneinander. Zum einen das Körperteil das eben für unsere Verdauungs-Ausscheidungen zuständig ist, zum anderen ein sexuelles Symbol. Auch eine gesellschaftliche Zurückhaltung darstellend über Sex und Körperlichkeit zu sprechen und dadurch gleichzeitig etwas Verbotenes überhaupt zu artikulieren.
Ein Verbot ist ja auch immer eine Sache die die Menschen zum einen davon abhalten soll etwas zu tun oder zu sagen, was gesellschaftlich geächtet ist, diese am funktionieren halten soll und doch oft auch simultan inspiriert, herausfordert eben genau das auszuprobieren. Eine Tatsache, die als solche spannend und interessant ist.

Widersprüchlich - einerseits ist etwas besonders appetitanregend und etwas was vor dem wir uns ekeln, hassen und nie öffentlich zeigen würden. Trotz allem ist auch hier eine Wandlung zu beobachten, alles geht einher mit der zunehmenden Liberalisierung gesellschaftlicher Ansichten, manche meinen auch mit einer Art Verrohung.

Beginnend auch mit der Auflehnung junger Leute gegen Konventionen - eine Triebfeder war dies schon zu allen Zeiten. Zunehmend ist auch zu beobachten, dass die Medien (Fernsehen, Internet, Werbung) dies vorantreiben. Heutzutage ist es kein "No Go" mehr in Texten oder visuellen Bildern, TV-Beiträgen, Musikvideos o.ä. üblicherweise geächtete Begriffe und Darstellungen zu propagieren.
Arschgeweih, Geldscheisser, Entenarsch, Entenhintern

Vieles hat auch nur den Sinn schlicht Aufmerksamkeit zu erregen, was heute immer schwieriger wird durch die allgemeine Medienflut. Also versucht man sich eben mit vermeintlich "verbotenem" zu etablieren. In gleicher Weise wie das passiert, wird die Thematik zunehmend uninteressanter. Es könnte daher auch wieder dazu führen, dass Dinge wieder verhüllt werden.

Um für den Betrachter eine Brücke zu schlagen zur Frage warum beschäftigt sich der Künstler mit einer visuellen Verarbeitung der Thematik könnte man auch noch folgende Zitate anführen.

"Kunst - wie auch generell in jede Tätigkeit, die nach Schöpfung oder Machtgewinn strebt - ist der Versuch, den Trieb der Libido auf nicht-sexuelle Weise zu sublimieren." (Sigmund Freud)

Moderne Kunst ist ein relativ unscharfer, aber umgangssprachlich allgemein üblicher Begriff für die avantgardistische Kunst des 20. Jahrhunderts. (Wikipedia)

"Kunst ist Individualismus und Individualismus ist eine aufrührerische, desintegrierende Macht. Darin liegt sein unschätzbarer Wert.
Denn was der Individualismus aufzustören versucht, das ist die Eintönigkeit des Typischen, die Sklaverei des Hergebrachten, die Tyrannis der Gewohnheit. Je vollständiger er seine eigenen Ansichten, seine eigenen Vorurteile, seine eigenen Ideen über das, was Kunst sein und was sie nicht sein sollte unterdrückt, desto wahrscheinlicher wird er das Kunstwerk verstehen und zu würdigen wissen." (Oscar Wilde)

 

englischer Text

Backsides, Booties or, simply, asses are not the essential…..

Alone the word ass usually has a negative connotation and is often used both sarcastically and ironically in our spoken word.

In the arts, and particularly in painting, the backside has always played a key role. The perspective of one being displayed is both necessary and shameful at the same time. Psychologically translated: it simulates the breasts of a woman without showing them,  but at the same time veils the proximity of the female reproductive organs.

The linguistic use is also interesting. Here the backside often represents both a positive and, at the same time, negative context. It is the subject of multiple expressions and idioms that all are aware of.  Positive expressions stand in glaring contrast to the insulting expressions of displeasure and denigration – or worse.

What is not completely comprehensible is how it can be possible that this part of the anatomy can cause such ambivalent emotions. Perhaps because it simultaneously combines biological and psychological aspects side by side? On the one hand it is the part of the body that is responsible for the final stages of our digestive system and, on the other hand, it is a sex symbol.

There is also a certain amount of social reserve to articulate about something that is socially forbidden such as sex and the human body. Something that is forbidden is, was and always will be a thing to restrict us from saying or doing something that is socially outlawed. It keeps society functioning but also provokes us into trying out exactly that which is forbidden; something that is exciting and interesting in itself.

So there is a contradiction. On one side stimulation to the appetite and on the other side something that is disgusting and should never be mentioned, let alone displayed, in public. In spite of previous thought, there is a transformation in progress that is liberalizing – some would say even “brutalizing” – social opinion.

Young people have been revolting against accepted social conventions since the beginning of time and as such are the driving force behind change. This is reflected nowadays in the media (Television, internet etc.) as more and more previously taboo subjects are being used in videos, films and advertising texts.

Much of this change is due to the desire to outrage and attract attention. However, as there are now fewer taboos to be broken than ever before, and the media is flooded with topics never before broached, it is becoming increasingly difficult to actually outrage the public. Consequently, to attract attention topics have to be even extremer than their predecessors but even they, in turn, lose their ability to provoke. Paradoxically, this could eventually lead to backsides being covered up and a reintroduction of the formal socially accepted standards of previous generations.

The following quotations may help the viewer to understand why the artist has chosen to devote her attention to this theme..

“Art – or any activity that strives towards creativity or the gain of power – is the attempt of sublimation of the force of the libido in a non-sexual way.” (Sigmund Freud)

“Modern art is a relatively imprecise but colloquially accepted expression for the avant-garde movement of the 20th century.” (Wikepedia)

"Art is individualism, and individualism is a disturbing and disintegrating force. There lies its immense value. For what it seeks is to disturb monotony of type, slavery of custom, tyranny of habit, and the reduction of man to the level of a machine." (Oscar Wilde)

(lector: by Mike Goodwin)

Wandbehänge - Rück(an)sichten:
3d-wall hangings:

Hintern, Poppo, Böbse, Bobbes, Hinterteil, Arsch, Ärsche, Aersche, Skulpuren, Popposkulpturen, Wandskulpturen by Christine Dumbsky
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Gemälde, gemaelde, poppogemaelde, Hintern, Böbse, Bobbes, Hinterteil, Frauenhintern, Frauenpoppos von Christine Dumbsky
Gemälde, gemaelde, poppogemaelde, Hintern, Böbse, Bobbes, Hinterteil, Frauenhintern, Frauenpoppos von Christine Dumbsky

Deutscher Text

Falls Ihnen die Hinteransichten gefallen, haben Sie auch die Möglichkeit dem Künstler ein Auskommen zu verschaffen und sich selbst gleichzeitig eine Freude zu machen, in dem Sie eine der Skulpturen für sich erwerben. Es wäre auch möglich einen solchen 3d-Wandbehang individuell nach Ihren Ideen und Vorstellungen anzufertigen.

englischer Text

If any of these rear ends take your fancy, you can give yourself pleasure – and the artist an income – by purchasing one of these sculptures for yourself. It is also possible to commission a  3-D sculpture according to your individually conceived ideas.

- Kontaktaufnahme: hier klicken - to get in contact with the artist, click here -




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